Biologisches Prinzip

Folgt man den lakonischen Worten des Astrophysikers Harald Lesch, so ist die Erde, bzw. das Leben darauf, nichts als ein kosmischer Durchlauferhitzer. Verständlich wird diese Aussage, betrachtet man unseren Heimatstern, die Sonne, und seinen Einfluss auf die Prozesse des Lebens auf unserer Erde. Individuell betrachtet betreibt das Leben Stoffwechsel. Auf großen Skalen beobachten wie ganze Soffkreisläufe. Die Elemente des Lebens wie Wasserstoff, Sauerstoff, Kohlenstoff oder Stickstoff sind im steten Kreislauf. Die Energie dazu kommt (von exotische Ausnahmen abgesehen) ausschließlich von unserem Heimatstern. Ohne die stete Energiezufuhr der Sonne kommen alle Stoffkreisläufe auf Erden zum Erliegen, und auch das Leben stirbt.

Hermetosphäre mit Microsorum pteropus, Anubias bateri var. nana, Pilea microphylla, Rizzia fluitans. U. Soltau©.
Hermetosphäre mit Microsorum pteropus, Anubias bateri var. nana, Pilea microphylla, Rizzia fluitans. U. Soltau©.

Die Biologie unterscheidet drei Grundtypen des Lebens: die Produzenten (Pflanzen), die Konsumenten (Tiere, Mensch) und die Destruenten (Boden- und Mikroorganismen).
Sehr pauschal ausgedrückt sind die Produzenten an aufbauenden Prozessen beteiligt. Mit Hife von Wasser und Sonnenlicht fixieren sie Kohlendioxid in Form von Zucker und bilden Sauerstoff (Photosynthese).
Die Konsumenten und Destruenten leben ausschließlich von abbauenden Prozessen. Unter Sauerstoffverbrauch gewinnen sie ihre Energie aus dem Zucker der Pflanzen und bilden Kohlendioxid.

Die Stoffkreisläufe der Biosphäre finden im Kleinen genau so auch in der Hermetosphäre satt. In ihr sind alle Elemente des Lebens in limitierter Menge vorhanden. Es gibt Produzenten (unsere kultivierten Pflanzen) und es gibt Destruenten in Form von Bodenorganismen, Mikroben und Pilzen (auf Konsumenten sollte aufgrund des geringen Raumangebotes verzichtet werden).
Neben Sauerstoff und Kohlendioxid ist auch das Wasser in der Hermetosphäre im steten Kreislauf. Wasser verdunstet über die Blätter der Pflanzen, schlägt sich gut beobachtbar an der Gefäßwand nieder und tropft wieder zurück ins Substrat.

Um all diese Stoffkreisläufe in Gang zu halten bedarf es nur des Lichtes der Sonne – oder aus der Steckdose. Als dann entsteht ein völlig autarkes, sich selbst erhaltendes Ökosystem, das von uns nur minimale Pflege beansprucht.