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Wie lege ich nun meine eigene Hermetosphäre an? Hierzu empfiehlt es sich die Untermenüs zu diesem Punkt genau zu studieren. Als dann gehen wir wie folgt vor:


Verschiedene Substrate erfordern eine unterschiedliche Vorgehensweise bei der Anlage einer Hermetosphäre.
Blähton und Lavagranulat sollten zunächst in einem Küchensieb unter fließendem Wasser von Staub und Abrieb gereinigt werden.
Nun befüllen wir damit das zuvor gereinigte Gefäß zu ca. 2/3 der vorgesehenen Gesamt-Schichthöhe. Die Schichthöhe des Substrats sollte bei normalförmigen Gefäßen im Durchschnitt 10% bis max. 20% der Gesamthöhe des Gefäßes betragen. Bei einem 30 cm hohen Gefäß ergibt das eine Schichthöhe von ca. 3 – 5 cm. Dies reicht für die kultivierten Pflanzen vollkommen aus und entspricht auch den anderen limitierenden Bedingungen in der H-Sphäre.

Geeignete Pflanzen für die H-Sphäre sind nicht immer leicht zu bekommen. Da hilft oft nur Geduld und Wachsamkeit. Von den im Handel erstandenen Pflanzen entfernt man zunächst überzählige, alte Blätter und ungefähr die Hälfte der vorhandenen Wurzeln. Reste von Blumenerde klopft man grob ab. Zuvor submers (untergetaucht) kultivierte Pflanzen, oder Ableger von Pflanzen aus bereits etablierten Hermetosphären sollten unbedingt luftdicht zwischengelagert werden, da sie aufgrund ihres mangelnden Verdunstungsschutzes ansonsten in wenigen Minuten verwelken können.
Mit der Pinzette können nun die ausgewählten Pflanzen in dem Gefäß platziert werden. Anschließend kann das letzte Drittel des Substrats als abschließende Lage eingefüllt werden, um die Wurzeln zu bedecken. Diese Vorgehensweise ist für die Pflanzen und insbesondere für die Wurzeln schonender als ein Hineindrücken ins Substrat, ist aber kein Muss. Die Substratoberfläche kann nun ganz nach Geschmack modelliert werden. Bodendeckende Pflanzen und Moose werden dem Substrat anschließend einfach nur aufgelegt.
Auch Blattstecklinge von Usambaraveilchen, Chirita und Begonia, oder Kopfstecklinge von Fittonia können direkt in der Hermetosphäre gesteckt werden. Die Bedingungen der H-Sphäre garantieren beinahe die Bewurzelung von Stecklingen. Sie wachsen in wenigen Wochen zu jungen Pflanzen heran, die von Anfang an bestens an die Bedingungen der Hermetosphäre adaptiert sind.

Anschließend können Dekorationsgegenstände, ganz nach Geschmack ergänzt werden. Holz oder Steine geben einer Hermetosphäre eine individuelle Note, und einen natürlichen Touch.

Mit der Ballbrause werden abschließend die Gefäßinnenwände mit einen gezielten umlaufenden Wasserschwall von Verschmutzungen befreit und abgespült. Die verwendete Wassermenge richtet sich dabei nach der Feuchtigkeit des Substrats. Bei vorher gespülten Substraten sollte sie so gering wie möglich sein, da die Feuchtigkeit dann für die H-Sphäre im Allgemeinen schon ausreichend ist. Sollte bei diesem abschließenden Abspülen zu viel Wasser ins Gefäß gelangt sein, so kann man es entweder mit einem Küchentuch kapillar heraus saugen, oder man lässt das Gefäß ein paar Tage offen stehen, so dass überschüssiges Wasser verdunsten kann.

Faustregel:
Die richtige Wassermenge ist erreicht, wenn das Substrat nass, aber kein Wasser am Gefäßboden sichtbar ist.

Hermetosphäre mit Pogostemon erectus, Drosera sp., u.a. U. Soltau.
Hermetosphäre mit Pogostemon erectus, Drosera sp., Marsilea hirsuta, Utricularia sandersonii, Marsilea hirsuta, Riccardia chamedryfolia. U. Soltau©.