Wartung

Wartungsarbeiten beschränken sich bei der Hermetosphäre auf ein Minimum.

Besonders kurz nach der Einrichtung kann es vorkommen, dass einzelne Blätter absterben, die an die veränderten Lebensbedingungen in der H-Sphäre noch nicht adaptiert sind. Um das System am Anfang nicht gleich mit organischem Abfall zu belasten, sollte man tote Pflanzenteile mit der Pinzette entfernen.

In Hermetosphären bildet sich unvermeidlich Kondenswasser an den Innenseiten. Das trübt manchmal den Blick ins Innere. Erfreulicherweise beschlägt die Innenseite des Gefäßes aber bevorzugt auf der kälteren Seite. Die kältere Seite ist meist die dem Fenster zugewandte. Die Seite, die in den Wohnraum zum Betrachter weist, bleibt ohne Niederschlag. Um nun zu vermeiden, dass die dem Fenster zugewandte Innenseite immer nass ist und dadurch Mikropartikel kapillar aufsteigen, oder sich sogar Algen ansiedeln, müssen die Hermetosphären von Zeit zu Zeit gedreht werden. Regelmäßiges Drehen ist darüber hinaus wichtig für einen gleichmäßigen Pflanzenwuchs. Mit dem beschriebenen Magnetreiniger oder mit einem Küchentuch lassen sich bereits entstandene Verschmutzungen beseitigen. Es schadet natürlich auch nicht, das Kulturgefäß von Zeit zu Zeit abzustauben.

Doch gerade in puncto Reinigung gehen die Geschmäcker auseinander. Glänzend saubere Glasbehälter sind zweifelsfrei ein ‘Eyecatcher’. Aber auch leicht verschmutzte Hermetosphären, die so wirken, als ob sie schon Jahrzehnte sich selbst überlassen wurden, haben ihren ganz eigenen, irritierend lebendig-morbiden Charme.

Kein Gefäß hält wirklich zu 100% dicht. Wassermoleküle sind so extrem klein, dass ein Verlust über die Zeit nicht zu vermeiden ist. Mindestens ein mal im Jahr sollte man daher den Wassergehalt kontrollieren.

Faustregel:
Die richtige Wassermenge ist erreicht, wenn das Substrat nass, aber kein Wasser am Gefäßboden sichtbar ist.


Ich persönlich widme mich meinen vielen Hermetosphären einmal jährlich auf besonders intensive Weise. Dabei werden die Gefäßinnenseiten mit einem Küchentuch gereinigt und anschließend mit der Ballbrause abgespült. Etwaiger Wasserverlust wird damit im gleichen Arbeitsschritt wieder aufgefüllt. Danach werden die H-Spären fotografiert und der Pflanzenbestand protokolliert.
Mehr Wartung bedarf es bei der H-Sphäre nicht.