Tiere

Weisse Asseln (Trichorhina tomentosa)
Weisse Asseln (Trichorhina tomentosa).

Pflanzen sind, wie erwähnt, die Hautdarsteller in einer Hermetosphäre. Für ihr Wachstum ziehen sie alle benötigten Nährstoffe aus dem Substrat. Hin und wieder sterben einzelne Blüten und Blätter ab. Das ist ein ganz natürlicher Prozess. In einem funktionierenden Ökosystem wird allerdings nichts verschwendet. Alles wird recycelt. Für den Abbau von toten Pflanzenteilen sind Destruenten nötig. Sie zersetzen die tote organische Materie und setzen die Nährstoffe darin frei, so dass diese den Pflanzen wieder zur Verfügung stehen. Destruenten sind hauptsächlich  Mikroorganismen (Einzeller und Bakterien), die auch in der Hermetosphäre nicht fehlen. Diese Mikroorganismen arbeiten allerdings sehr viel effizienter, wenn ihre Nahrung (die toten Pflanzenteile) vorher zerkleinert wird. Zu diesem Zweck kommen in der Hermetosphäre spezielle Tiere zum Einsatz. Dies sind im Wesentlichen tropische Springschwänze (Collembola) und, mit Einschränkung, auch Weiße Asseln (Trichorhina tomentosa). Letztere benötigen mindestens 20°C zu ihrem Wohlbefinden und ihrer Reproduktion. Diese Tierchen sind nicht nur possierlich zu beobachten, sie helfen auch dabei, die Hermetosphäre frei von Schimmelpilzen zu halten. Zusätzlich füttern muss man die Tiere nicht – die Populationsgröße passt sich den Bedingungen der Hermetosphäre an und bleibt stabil.

Erhältlich sind diese kleinen Bodenorganismen im Zoofachhandel oder bei privaten Züchtern. Allen ‚Hermenauten‘ aus Berlin möchte ich den Insektendealer in Neukölln ans Herz legen. Er züchtet selbst, hat enormen Sachverstand und ein Besuch seines kleinen Ladens ist ein Erlebnis.

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